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Die überwachung des Wattenmeeres liefert die Grundlage für Entscheidungen sowie die Erfüllung von Berichtspflichten, die sich aus EU- und nationalen Richtlinien (z.B. WRRL, FFH, TMAP) ergeben. Gute Messmethoden und Werkzeuge sind für genaue und belastbare Messungen notwendig.

Inhalt

Zur Erreichung der Ziele in OFEW wurden mehrere Arbeitspakete definiert, die zum einen wissenschaftliche Fragestellungen berücksichtigen (wissenschaftliches Begleitprogramm) und zum anderen der überführung von bereits anwendbaren Methoden in das operationelle Monitoring beinhalten (operationelles Programm). Der Fokus bei den jeweiligen Untersuchungen liegt auf der Erfassung der Parameter Sediment, Miesmuscheln, Makrophyten und Phytoplankton. Diese Auswahl wurde vorgenommen, da sie sich mit Hilfe von optischer Fernerkundung aufgrund ihres spektralen Verhaltens erkennen lassen.
In einer Vorstudie, die im Herbst 2004 durchgeführt wurde, wurden bereits verschiedene Fernerkundungsdaten und -methoden hinsichtlich ihres Potenzials für ihren Einsatz im Wattenmeer Monitoring untersucht.
Die folgenden Aufgaben werden im Rahmen von OFEW bearbeitet:

  • Analyse historischer Satellitendaten (Landsat)
  • Auswahl, Kauf und Analyse von aktuellen Landsat Szenen (operationell)
  • Kauf und Analyse von Daten weiterer Satellitensensoren (wissenschaftliches Begleitprogramm)
  • Befliegung mit HyMap Scanner (Hyperspektralscanner) und Analyse der Daten (operationell und wissenschaftliches Begleitprogramm für neue Analysen)
  • Weiterentwicklung digitaler Videotechnik (wissenschaftliches Begleitprogramm)
  • Validierung aller Fernerkundungsdaten mit in-situ Daten aus den bestehenden Messprogrammen
  • Operationalisierung neuer Techniken und Methoden
  • Schulung und Entwicklung von Tools für operationellen Einsatz
  • Internationale Einbettung

  Hier ein kurzer überblick über das OFEW Projekt.
  Here a short overview of the OFEW project in English.


Projektteam

Das Projektteam setzt sich zusammen aus den Mitarbeitern der Firma Brockmann Consult (BC) und dem GKSS Forschungszentrum als Forschungsauftragnehmer, dem Landesamt für Natur und Umwelt (LANU) und dem Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) als Auftraggeber und stützt sich auf die Mitarbeit vom Nationalparkamt Schleswig Holsteinisches Wattenmeer (NPA), der Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer (NLPV) und dem Gemeinsamen Wattenmeersekretariat (CWSS).
Die Projektkoordination wird von Brockmann Consult durchgeführt. Dieses interdisziplinäre Team vereinigt Kompetenzen aus Forschung und Wissenschaft, der praktischen Anwendung von Fernerkundungsmethoden sowie der Praxiserfahrung des Wattenmeermonitorings.


Methodik

Es wurde ein einheitlicher Prozessierungsbaum entwickelt, der auf alle Fernerkundungsdaten Daten angewendet wird. Durch die einheitliche Methodik soll die übertragbarkeit auf unterschiedliche Aufnahmezeitpunkte und unterschiedliche Sensoren gewährleistet werden. Dem eigentlichen Klassifikationsverfahren, das auf der spektralen Entmischung mit anschlieender Klasseneinteilung beruht, geht eine Reihe von Vorprozessierungsschritten voran. Diese sind notwendig, um die verschiedenen Fernerkundungsprodukte von verschiedenen Aufnahmezeitpunkten und verschiedenen Sensoren in einer standardisierten Form zu bearbeiten. Am Ende steht ein Klassifikationsergebnis mit relativen Sedimentklassen, Klassen für unterschiedliche Bedeckungsgrade von Macrophyten sowie eine Klasse für Muschel- bzw. Schillbänke.

Koordination: Brockmann Consult • Max-Planck-Str. 2 • 21502 Geesthacht • Tel.: +49 4152 889300 • www.brockmann-consult.de