
Zur
Erlangung der Ziele von OFEW werden Fernerkundungsdaten verschiedener
Sensoren erprobt und untersucht. Hierbei handelt es sich um satelliten-
sowie flugzeuggestützte Aufnahmegeräte mit ihren unterschiedlichen
spektralen, räumlichen und zeitlichen Auflösungen.
Satellitendaten
Landsat
5 und 7 Daten stellen die Grundlage für eine historische Datenanalyse
dar. Die verfügbaren Daten seit Start des Landsat
5 (1984) werden prozessiert und klassifiziert. Eine anschließende
Zeitreihenanalyse soll über die Entwicklung der einzelnen Wattgebiete
Auskunft geben. Landsatbilder stellen bei OFEW die Grundlage für
die großräumige Kartierung dar.
Weitere Satellitensysteme werden parallel auf ihre Nutzbarkeit
im Wattenmeer untersucht, wie z.B. der ASTER
und SPOT. Hier
soll festgestellt werden, ob die spektrale Auflösung ausreichend
ist, ähnliche Aussagen wie mit Landsat treffen zu können, um im
Notfall auch auf Alternativen ausweichen zu können. Beide Sensoren
haben eine höhere räumliche Auflösung. Des Weiteren haben ASTER
Daten den Vorteil, dass sie preislich attraktiver als Landsatdaten
sind.
MERIS ist ein Multispektral
Sensor, der speziell für Wasseranwendungen konzipiert worden ist.
Er befindet sich auf dem Europäischen Forschungssatelliten ENVISAT
und sendet täglich bis zweitägig Daten von Nord- und Ostsee.
Standardmäßig durchgeführte Prozessierungen liefern Informationen
über die Wasserinhaltstoffe Chlorophyll, Schwebstoff und Gelbstoff.
Flugzeuggestützte
Aufnahmesysteme
Neben
den eher großräumigen Satellitendaten werden auch hochauflösende
Scanneraufnahmen vom Flugzeug aus gemacht. Hierbei wird zum einen
untersucht, welche Informationen aus Hyperspektraldaten (HyMap,
ARES)
gewonnen werden können und zum anderen, was einfache und preisgünstige
Aufnahmesysteme wie digitale Kamerasysteme zum Wattenmeermonitoring
beitragen können.