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BLMP+
Neuordnung
der deutschen Meeresumweltüberwachung
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Projekt zur Erstellung
eines Gutachtens im Auftrag der BLMP Arbeitsgruppe Wasserrahmenrichtlinie,
vergeben durch den Niedersächsischen Landesbetrieb Wasserwirtschaft,
Küsten- und Naturschutz
Auftragnehmer Fa. Brockmann Consult, Geesthacht
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Einführung
Das Ziel des BLMP+ Projekts ist
eine effektive und kostengünstige Neuausrichtung des Bund - Länder
Messprogramms für die Meeresumwelt, um den neuen Anforderungen der
geänderten gesetzlichen Rahmenbedingungen und Berichtspflichten
gerecht zu werden. Um dieses Ziel zu erreichen, verfolgt Brockmann
Consult eine Herangehensweise, in der im engen Dialog mit den am
BLMP beteiligten Partnern ein Konzept für ein überarbeitetes BLMP
ausgearbeitet wird.
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Das
BLMP
Das Bund/Länder-Messprogramm für die
Meeresumwelt von Nord- und Ostsee (BLMP) ist eine Übereinkunft des
Bundes und der Länder Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen
und Schleswig-Holstein zur Regelung der Zusammenarbeit bei der Überwachung
der Meeresumwelt von Nord- und Ostsee. Dies betrifft insbesondere
die Pflichten, die sich aus den Übereinkommen über den Schutz der
Meeresumwelt des Ostseegebietes und des Nordostatlantiks sowie aus
den Richtlinien der Europäischen Union ergeben. Dies sind derzeit
insbesondere das OSPAR Joint Monitoring and Assessment Programm
(JAMP) für die Nordsee und das HELCOM COMBINE Programms für die
Ostsee.
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Motivation
für eine Neuausrichtung des BLMPs
In seiner jetzigen Form ist das BLMP auf der
34. Umweltministerkonferenz Norddeutschland in 1997 verabschiedet
worden. Seit dem sind auf nationaler und besonders auf Europäischer
Ebene zahlreiche gesetzliche Neuerungen in Kraft getreten - besonders
hervorzuheben sind hier die Wasserrahmenrichtlinie (WRRL),
die Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie (FFH) und die Vogelschutzrichtlinie
-, so dass der Bund und die Küstenländer eine Überprüfung und Weiterentwicklung
des BLMPs beschlossen haben. Diese hat eine integrierte deutsche
Küsten- und Meeresumweltüberwachung unter Berücksichtigung des Ökosystemansatzes
zum Ziel, die dabei die fachlichen Anforderungen effizient und mit
möglichst geringem Mitteleinsatz erfüllen soll. Die AG WRRL hat
im Auftrag der ARGE BLMP die Erstellung eines Gutachten an Brockmann
Consult vergeben, das bis zur 11. Sitzung der ARGE BLMP im Januar
2007 vorgelegt werden soll (BLMP+). Zwei Eckpunkte dieses Gutachtens
sind das Überwachungsprogramm und das Berichts- und Informationswesen
im Rahmen des BLMPs.
Im Zusammenhang mit der Berichterstattung und Öffentlichkeitsinformation
ist es wichtig, die vorhandenen Informationssysteme wie z. B WasserBlick,
das Water Information System for Europe - WISE - und das Nord- und
Ostsee-Küsteninformationssystem (NOKIS),
zu berücksichtigen und es wäre zu prüfen, inwieweit diese auch für
die Berichtspflichten aus anderen Richtlinien genutzt werden können.
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Ökosystemansatz
Die UNEP (United Nations Environment Programme)
definiert in ihrer "Convention
on Biological Diversity" den Ökosystemansatz als eine Strategie
für das integrierte Management von Land, Wasser und lebenden Ressourcen,
das die Erhaltung und den nachhaltigen Nutzen in einer gerechten
Weise regelt. Demnach sollten zur Operationalisierung auf Länderebene
praktische Aktivitäten durchgeführt werden, die sich auf die Ebenen
biologischer Organisation konzentrieren, die die wesentlichen Strukturen,
Prozesse, Funktionen und Beziehungen zwischen Organismen und ihrer
Umwelt beinhalten. Dabei ist auch wichtig zu beachten, dass der
Ökosystemansatz anerkennt, dass Menschen mit ihrer kulturellen Vielfalt
integraler Bestandteil von Ökosystemen sind (Empfehlung SBSTTA,
UNEP/CBD/SBSTTA/5/L.11, 3. Feb. 2000, para. 1 und 2 Annex).
Diese Grundgedanken sollen auch bei der Neuordnung des BLMP+ Messprogramms
berücksichtigt werden. Ein erster Schritt hierzu besteht in der
frühzeitigen Vernetzung der bislang unabhängig von einander entwickelten
und betriebenen Messprogramme sowohl hinsichtlich der Parameter,
wie auch der geographischen und zeitlichen Verteilung der Beprobungen
und letztlich der Einbeziehung menschlicher Interessen und Einflüsse.
Neben der fachlichen Umsetzung dieses Ansatzes stellt sicherlich
die föderale Struktur der marinen Überwachung in Deutschland, die
eine geographische Aufteilung der Küstengewässer auf Bund und Länder
vorschreibt, die nichts mit den Ökosystemgrenzen in Nord- und Ostsee
gemein hat, die größte Herausforderung dar.
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Teamzusammensetzung
Die Aufgabe, ein schlüssiges und akzeptiertes
Konzept für ein überarbeitetes BLMP zu erstellen, erfordert die
konstruktive Zusammenarbeit der Partner des BLMP unter der Leitung
der UAG BLMP+ und dem Team von Brockmann Consult, das die wichtigen
Teile der Arbeiten vorbereitet und die Diskussionen stimuliert und
moderiert. Die Aufgaben des Auftragnehmers werden durch Dr. Carsten
Brockmann, Dipl. Ozeanograph, geleitet. Dr. Brockmann ist seit über
15 Jahren in der marinen Umweltforschung tätig und verfügt über
langjährige Erfahrung in der Koordinierung und Durchführung von
Projekten mit nationalen und internationalen Partnern. Er wird unterstützt
durch Dipl. Geografin Kerstin Stelzer und durch Dr. Uwe Lange, Dipl.
Biologe.
Brockmann Consult ist ein Beratungsunternehmen im Bereich Umweltdaten
und Umweltinformatik mit derzeit 17 Mitarbeitern. Die Firma verfügt
über langjährige Erfahrung der Umweltüberwachung im marinen Bereich,
und hat seit 1994 an zahlreichen nationalen und internationalen
Projekten und Forschungsarbeiten mitgewirkt, deren Ziel es war,
die Überwachung speziell der marinen Umwelt zu verbessern.
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Vorgehensweise
Die Herangehensweise an die Aufgabe ist durch
den eingangs erwähnten bottom-up Ansatz geprägt. Die Partner des
BLMP, die am Ende das Konzept umsetzen müssen, werden durchgängig
während der Projektlaufzeit in die Arbeiten eingebunden. Für die
Durchführung des Projektes gibt es 3 Kardinalaufgaben:
- die Erarbeitung eines Entwurfs einer fachlichen
Neuausrichtung des BLMPs auf der Grundlage des Vergleichs von
bestehendem BLMP mit den Anforderungen aus den nationalen und
internationalen Verpflichtungen und unter Berücksichtigung der
Vorüberlegungen und Konzepte, die einzelne Länder bereits durchgeführt
haben
- die offene Diskussion und Revision dieses
Entwurfs mit den BLMP-Partnern mit dem Ziel, einen Konsens über
ein umfassendes, effektives und finanzierbares Programm zu erzielen
- die Ausarbeitung
klarer und präziser Vorgaben für die Dokumentation.
Punkt 1 wird durch Studium der relevanten
Texte und im engen Kontakt der 3 Mitarbeiter von Brockmann Consult
mit BLMP-Partnern geleistet. Die Abstimmung mit den Partnern erfolgt
in einer Reihe von thematischen Workshops sowie einem abschließenden
Konsolidierungsworkshop (Punkt 2), und Punkt 3 wird durch die
Erstellung von Dokumentenvorlagen und Schablonen für Standardprodukte
zur Berichterstattung erfüllt.
Die Arbeiten wurden im Zeitraum 12/2005 bis 01/2007 durchgeführt
(Endbericht
2.52MB).
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Auftragnehmer: Brockmann Consult
Max-Planck-Str. 2 21502 Geesthacht Tel.: +49 4152 889300
www.brockmann-consult.de 
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